Saison '99:


Die Saison begann, wie sollte es anders sein, mit Arbeit, nämlich mit dem "Zweiten Peter Robert Arbeitswochenende" am  26, 27. und 28.2.
Dabei wurden die Innereien der PR von der Bilge über die Backskisten bis zum Deck neu lackiert. An einigen Stellen kam unter der grünen Farbe massives Mahagoni zum Vorschein, das nun auch wieder in seinem natürlichen Glanz erstrahlt.
Am 10.4. kam die PR wieder ins Wasser und wurde gleich aufgeriggt.  Somit steht dem Erscheinen beim Ansegeln nichts mehr im Wege.

Ansegeln 1999:
Am 18.4. fand nicht nur das offizielle Ansegeln des Bezirks Tegel statt, sondern auch der erste Törn der PR in diesem Jahr. Kurz nach neun Uhr wurde mit acht Kindern und Jugendlichen an Bord abgelegt. Bei frischem Wind ging es zügig die Havel hoch Richtung VSS, so dass die vorsorglich mit Vereinskameraden verabredete Schlepphilfe nicht erforderlich wurde. In der Enge am Kraftwerk Oberhavel kam der Wind wie üblich aus allen Richtungen gleichzeitig. Dem gingen die meisten "Segler" von vornherein aus dem Weg, indem sie gleich mit Motor fuhren.
Nach ca. einer Stunde wurde der VSS erreicht, wo sich dann das Anlegen durch den frischen, auflandigen Wind schwierig gestaltete. Viele "Kameraden" können sich offensichtlich nicht mehr vorstellen, dass es auch Boote ohne Motor gibt. So wurden uns mehrfach ausgewählte Liegeplätze von motorisierten Zeitgenossen vor der Nase weggeschnappt. Ein bisschen mehr Rücksichtnahme wäre hier wünschenswert gewesen. Als dann endlich ein Liegeplatz angesteuert wurde, frischte der Wind zum falschen Zeitpunkt heftig auf, so dass die PR auch ohne Segel viel zu schnell wurde. Um Schaden zu vermeiden blieb dann nur die Notbremse im Schilf. Die nächste Anschaffung wird ein Heckanker sein!
Nachdem sich die Besatzung der PR ausreichend gestärkt hatte, wurde der Rückweg angetreten. Mit Hilfe eines Bootes der DLRG wurde die PR gegen den inzwischen weiter aufgefrischten Wind ins freie Wasser geschleppt. Den Helfern sei gedankt! Dann ging es raumschots havelabwärts. Nach einer Weile ließ der Wind nach und die vorsorglich reduzierte Segelfläche wurde wieder ausgerefft. Zügig wurde der Frithjof erreicht, da die Besatzung aber inzwischen "Blut geleckt" hatte, ging die Fahrt weiter auf den fast leeren Tegeler See. Dort konnte der Merkzeiger des Logs auf den neuen Höchstwert von 9 kn gestellt werden! Auf der recht feuchten Kreuz erreichte dann auch der "Spaßfaktor" sein Maximum. Rechtzeitig zur Flaggenparade erreichte die PR den heimatlichen Steg und nach dem Klar-Schiff-Machen ging ein sehr schöner Segeltag zu Ende.

Am 12. und 13.6.99 fand im SCF-H das Jugendzeltlager statt. Mit dabei waren die Kinder und Jugendlichen der "Spandauer". Da der SCN am 12.6. eine Jugendfete veranstaltete, wurde dorthin eine Exkursion mit der PR durchgeführt. Mit der letzten, absterbenden Luftbewegung ging es gegen 22 Uhr los. Dabei konnte noch das Feuerwerk des Deutsch-Französischen Volksfestes über den Bäumen bewundert werden. Nach einer guten Stunde wurde tatsächlich noch der SCN erreicht, wo sich alle auf der Tanzfläche aufwärmen konnten. Gegen 1 Uhr wurde der Rückweg angetreten, der dann aber rudernd absolviert werden musste. Um ca. 2 Uhr konnten dann die ca. 15 Kinder und Jugendlichen in den zwei großen Zelten auf ihre Feldbetten  sinken.
Fazit: wenig Wind, viel Spaß.

Im Sommer ´99 wurde die PR noch zu mehreren Ausfahrten mit der Jugendabteilung benutzt, allerdings viel zu selten. Das ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass ein Konzept für die Jugendarbeit fehlt. Deshalb sollen die Wintermonate genutzt werden, um ein solches Konzept zu erstellen. Außerdem werden wir Werbung betreiben, um unser Projekt bekannter zu machen. Auf der JHV 2000 wird darüber berichtet werden.

Da das Absegeln ´99 in die Herbstferien fiel, waren die meisten Jugendlichen verreist, so dass ausnahmsweise „die Alten" die PR segeln durften.

Aufslippen ´99:
Das Aufslippen geriet durch unsere "hafenmeisterlichen Neuerungen" zum Kinderspiel. Das gereinigte Unterwasserschiff zeigte, dass die Reparaturen des Winters 97-98 offenbar gelungen und haltbar sind. Die PR wurde in der Baracke etwas "bergauf" geparkt. Dadurch konnte sie weiter in den Raum gefahren und der Barackenvorbau mit einer Plane abgehängt werden, so dass der inzwischen installierte Ölofen weniger Raum zu heizen hat. Denn es steht das dritte "Peter Robert Arbeitswochenende" vor der Tür: Am 11. Und 12.12.99.
Es soll mit dem Bau von neuen Bodenbrettern begonnen werden. Da früher offensichtlich oft Wasser in der PR gestanden hat, sind die alten Bretter von unten verfault. Aus dem Verschnitt werden ein neuer Backskistendeckel und Türen für den vorderen und achteren Stauraum gebaut. Nach diesen Arbeiten und noch einigen Kleinigkeiten ist die Restauration abgeschlossen, so dass in den nächsten Jahren nur noch Erhaltungsarbeiten anfallen und der finanzielle Aufwand entsprechend geringer angesetzt werden kann.

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